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 Bruder Baum - Schwester Kraut
Sabin die Waldfee Offline

Wesen des Waldes

Beiträge: 2.601

18.01.2005 16:19
THERMISCHE WIRKUNG VON PFLANZEN (Kräuter, Gemüse, Tee): Antworten


Da sich in der Kräuterwelt noch kaum etwas rührt - außer Gänseblümchen und Vogelmiere, die ja auch

im Winter nicht unterzukriegen sind – möchte ich diesmal Küchen- und Gewürzkräuter von ihrer

thermischen Komponente her betrachten. Diese Betrachtungsweise spielt in der traditionellen chinesischen Medizin eine wichtige Rolle. Die Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen, können die Balance zwischen Yin und Yang stören oder fördern. Viele Kulturen wissen um die thermische Wirkung von Nahrungsmittel.

Auch bei uns wurde früher schon immer bei Fieberzuständen der thermisch kalte Lindenblütentee mit Zitrone verabreicht. Dank seiner schweißtreibenden Wirkung hilft er uns die im Körper entstandene Hitze herauszuschwitzen. Ein weiteres Beispiel ist die Verwendung thermisch heißer Gewürze während der Wintermonate. Glühwein und Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen werden mit solchen Gewürzen (Zimt, Nelken, Anis usw.) aromatisiert, und wir haben eigentlich nur im Winter Lust auf diese Gewürze.

In Nordafrika trinkt man Tee nicht, damit einem warm wird. Die Nordafrikaner trinken heißen Tee, vorzugsweise Pfefferminze, weil er den Körper weniger als ein eiskaltes erhitzt. Grund dafür ist der geringere Temperaturunterschied zur Außentemperatur. Außerdem ist Pfefferminze thermisch kalt und hilft damit bei starken Yang-Kräften (Wüstenhitze). Zusätzlich wird der Tee noch stark gesüßt, was den Körper befeuchtet und so einen guten Ausgleich zum trockenen Klima darstellt.

Grundsätzlich sind jetzt in den Wintermonaten die Yin-Kräfte besonders stark. Man kann sagen, dass alles was unter der Erde wächst besonders starke Yin-Anteile besitzt. Element Erde und Wasser ist vorherrschend. Wir benötigen daher vermehrt Speisen, die uns wärmen und die Yang-Energie unterstützen. Wenn wir nach innen horchen, dann sagt uns der Körper, was er braucht. Im Winter, wenn es draußen kalt ist, haben wir Lust auf dicke, nahrhafte Suppen, auf Aufläufe und Eintöpfe mit vielen Gewürzen. Im Sommer haben wir mehr Verlangen nach erfrischenden Salaten, säuerlichen Säften und kühlen Speisen.

Auch die Zubereitungsart der Speise spielt bei der thermischen Wirkung eine Rolle:


Räuchern
tonisiert, erwärmt die Nieren (besonders Lachs)
Nachteil: hoher Salzanteil wirkt verhärtend

sanftes Anbraten
gleicht erfrischende Wirkung von Gemüse (Chinakohl, Mangold, Tomaten) aus


Backen im Herd
wirkt erwärmend aber nicht austrocknend, die Säfte zuführende Wirkung bleibt erhalten, zu starke Abkühlung wird vermieden


langes Kochen
besonderes bei Suppen gutes Mittel, um Yang zuzuführen

Yin wird zugeführt durch Kochen in viel Wasser und Blanchieren.
LG Sabin


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Sabin die Waldfee

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