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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 692 mal aufgerufen
 Schamanismus
majun ( Gast )
Beiträge:

29.03.2006 07:23
wie wir mit tieren umgehen Antworten

vogelgrippe, katzenschnupfen, rinderwahn, schweinepest, usw....zu diesem thema hab ich heute mal ein zitat des medizinmannes taca ushte abgeschrieben:
(aus dem buch die indianer und das weiße christentum"- von guido kreppold, pattloch edition, ISBN: 3-629-00693-0)

"ihr habt nicht nur die erde, die felsen und die bodenschätze geplündert. dinge, die ihr tot nennt, die aber wohl eher leben in sich haben- ihr habt auch die tiere verändert, die teil von uns sind, teil des großen geistes.
ihr habt sie auf so schreckliche weise verändert, daß keiner mehr sie erkennen kann.
in einem büffel steckt kraft - spirituelle, magische kraft. aber es steckt keine kraft in einem angus oder herfordrind.
es ist kraft in einer antilope, aber keine kraft in einer ziege oder einem schaf, die stillhalten während man sie schlachtet, und die einem die zeitung auffressen, sofern man sie lässt.
auch der wolf hatte allerhand kraft. sogar der kojote. ihr habt den wolf zu einem krüppel gemacht, zu einem spielzeugpudel, zu einem pekinesen, zu einem schoßhund. mit einer katze kann man nicht so umspringen. sie ist wie ein indianer, schwer zu ändern. also behebt ihr diesen zustand: ihr verändert sie, schneidet die krallen und durchschneidet ihre stimmbänder, damit ihr in euren labors ungestört hantieren könnt und euch das schreien nicht bei euren experimenten stört. das rebhuhn, das birkhuhn, die wachtel, der fasan,- ihr habt sie alle zu suppenhühnern zerzüchtet, zu kreaturen, die nicht mehr fliegen können, die eine art sonnenbrille brauchen, damit sie sich nicht gegenseitig die augen auspicken, zu vögeln mit hackordnung.
in einigen farmen züchten sie extra hühner für die hühnerbrust. diese tiere werden in niedrigen käfigen gehalten, und ständig herumgescheucht, damit sie in bewegung bleiben, und sich die brustmuskeln entwickeln. die käfige werden mit sanfter musik berieselt- ein lautes geräusch, und die hühner töten sich selbst am maschinendraht.
dieses lebenslange ducken gibt ein unnatürliches, verrücktes, schlechtes vogelfleisch. und das wiederum macht unnatürliche, untaugliche menschen...

ihr esst lebensmittel ohne geschmack- das ist euer stil. das ist nicht gut. ihr behandelt eure nahrung wie euren körper, nehmt ihr alle natürlichen eigenschaften, den geschmack, den geruch, die frische, - und wenn alles weg ist, kommt ihr mit künstlicher farbe und künstlichem geschmack.
rohe leber, rohe nieren, - das haben wir alten vollblutindianer gern zwischen den zähnen. wasna, das war getrocknetes fleisch, zusammengeknetet mit nierenfett und getrockneten beeren, ein klumpen von diesem süßen wasna konnte einen mann leicht den ganzen tag bei kräften halten. das war nahrung, da war power drin! das zeug das ihr uns heute verabreicht, trockenmilch, trockeneier, pasteurisierte butter und hühner, die nur aus keulen und brust bestehen, vom ursprünglichen vogel ist da nicht mehr viel übrig. ihr wollt den vogel ja gar nicht. ihr habt den mut nicht, ihn ehrenhaft zu töten: kopf abschneiden, rupfen, ausnehmen- das mögt ihr nicht mehr. heute kommt alles in einem niedlichen plastikbeutel in der küche an, sauber und bratfertig, ohne geschmack und ohne schuld."

und weiter:

"manchmal glaube ich, die weissen menschen sind so erschüttert über die welt, die sie selbst geschaffen haben, daß sie sie weder sehen, fühlen, noch hören wollen. zum beispiel das gefühl von regen und schnee auf dem gesicht, steif sein von einem eisigen wind, und auftauen vor einem rauchigen feuer, aus einem schwitzbad kommen und in einen eisigen fluss eintauchen, das sind dinge, die dich fühlen lassen, daß du lebendig bist.
aber was soll`s- ihr wollt das ja gar nicht mehr.
ihr lebt in schachteln, die die hitze des sommers und die kälte des winters nicht spüren lassen. ihr lebt in einem körper, der nach nichts mehr riecht. ihr lauscht der Hi-Fi- Anlage, statt den klängen der natur. ihr beobachtet im fernsehen einen schauspieler, der aus zweiter hand vermittelt, anstatt die erfahrungen selbst zu machen....
ihr, mit euren nerzmänteln und seehundmänteln, ihr wollt nichts davon wissen, wieviel blut udn schmerz es gab, bis sie fertig waren.
so ist auch eure vorstellung von krieg: in einem flugzeug sitzen, weit unter euch die wolken, einen knopf drücken, die bomben fallen lassen, und keinen blick mehr auf die wolken unter euch werfen- das ist der geruchlose, schuldlose, hygienische weg.
ihr weißen verbreitet den tod. ihr kauft und verkauft tod.
mit all euren deodorants riecht ihr nach tod, doch ihr habt angst vor der wirklichkeit. ihr habt angst, dem tod gegenüberzustehen. ihr habt den tod hygienisch verpackt, ihm die ehre genommen".

und hier noch ein gedicht von jimalu burton, einer cherokee-indianerin:

DER JÄGER SPRICHT DEN HIRSCH AN, DEN ER ERLEGT HAT


es tut mir leid, daß ich dich töten musste,
kleiner bruder.
aber ich brauche dein fleisch,
denn meine kinder hungern.
vergib mir, kleiner bruder,
ich will deinen mut, deine kraft
und deine schönheit ehren- sieh her!
ich hänge dein geweih an diesen baum;
jedesmal wenn ich vorüberkomme,
werde ich an dich denken
und deinem geist ehre erweisen.
es tut mir leid,
daß ich dich töten musste;
vergib mir, kleiner bruder.
sieh her, dir zum gedenken
rauche ich die pfeife, verbrenne ich diesen tabak.

jimalu burton

Niphredil ( Gast )
Beiträge:

17.04.2006 15:56
#2 RE: wie wir mit tieren umgehen Antworten

Hallo Majun. Danke für deine Mühe... ich werde den Text kopieren, und ihn auch in mein Forum setzen...



Ich sitze in freier Natur, am See. Die Weißen möchten, daß ich wie sie arbeite, wie sie Geld verdiene, wie sie ein Auto kaufe und wie sie in freier Natur, an einem See Urlaub mache und angle.
Ich sitze schon in freier Natur, am See ...

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