Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 2.042 mal aufgerufen
 Sagen Mythen & Märchen
Sabin die Waldfee Offline

Wesen des Waldes

Beiträge: 2.601

22.09.2007 10:00
Märchen des Monats September antworten

Märchen des Monats September

Glück im Unglück


Vor langer, langer Zeit, als die Erde noch jung war und die Märchen noch wahr waren, lebte ein weiser alter Mann mit dem Namen Sai Weng in China.
Eines Tages lief sein Pferd fort. Als seine Freunde davon hörten, kamen sie alle, um ihn zu trösten.
Doch er antwortete:
"Ich danke euch für euer Mitgefühl. Aber ich bin nicht traurig. Das Pferd habe ich zwar verloren, aber wer weiß, vielleicht ist es gut so." Einige Tage kehrte es von selbst zurück und brachte noch eine zweites, sehr edles Pferd mit. Diesmal beglückwünschten ihn seine Freunde.
Er aber sagte: "Ich habe zwar ein Pferd bekommen. Doch wer weiß, vielleicht ist es ja ein Unglück."
Der Sohn des alten Mannes liebte das neue Pferd. Eines Tages warf ihn das Tier ab und er brach sich ein Bein. Seine Freunde versuchten Sai weng zu trösten, doch dieser entgegnete:
"Das Bein ist gebrochen. Doch ob es sich als Glück oder Unglück erweist, das werden wir noch sehen.
Kurz darauf brach ein Krieg aus. Alle jungen Männer mussten aufs Schlachtfeld ziehen. Nur Sai Wengs Sohn, der ein zerschmettertes Bein hatte, blieb zu Hause und führte friedliches Leben. Chinesisch

Endeckt bei einer lieben Bekannten Claudia Edermayr -
eine wunderbare Märchenerzählerin
http://www.maerchenzauber.com/

----------------------------------------------------------------------------------------------------
Lebe mit der Natur im Einklang Du wirst hören was dir die Naturgeister erzählen und sie im Sonnenlicht tanzen sehen. Ein wunderbares Gefühl wird in Dir wach. http://kraeuterstube.at

Sabin die Waldfee Offline

Wesen des Waldes

Beiträge: 2.601

22.09.2007 10:01
#2 RE: Märchen des Monats September antworten

Märchen des Monats September

W ie die Weinrebe auf die Erde kam



Vor langer, langer Zeit, als die Erde noch jung war und die Märchen noch wahr waren, da wandelte der Gott Dionysos auf der Insel Naxos in Griechenland. Es war ein heißer Tag und der Gott wurde müde. Deshalb streckte er sich auf die Erde, um sich ein wenig auszurasten. Auf einmal spürte er an seinem Zeh ein sanftes Kitzeln. Er setzte sich auf und bemerkte eine Pflanze, die er noch nie zuvor gesehen hatte. Vorsichtig gub er sie aus und trug sie nach Naxos Stadt, um sie dort zu pflanzen..

Die Sonne brannte heiß vom Himmel herab, und der Gott bekam Mitleid mit dem zarten Pflänzchen. Zum Glück fand er einen Vogelknochen am Wegesrand. Vorsichtig verbarg Dionysos das Pflänzchen darin. Durch die göttliche Kraft angeregt, begann es zu wachsen und zu sprießen. Die Wurzeln trieben nach unten und die Blätter streckten sich nach oben der Sonne entgegen, sodass der Vogelknochen bald zu klein wurde.
Da fand der Gott einen Löwenknochen am Wegesrand, in dem die Pflanze mit dem Vogelknochen Platz fand. Doch das Wachstum war noch nicht zu Ende, sie trieb nach oben, sie trieb nach unten, sodass auch dieser bald zu eng wurde.

Glücklicherweise fand Dionysos einen Eselsknochen und verbarg sie darin.
So erreichte er Naxos Stadt und pflanzte sie in einem Garten, wo sie gut anwuchs. Als er aber die drei Knochen entfernen wollte, gelang ihm das nicht, denn diese waren bereits Teil der Pflanze geworden.
Die Pflanze bildete bald darauf Ranken und Blätter und schließlich köstliche Trauben. Als die ersten Früchte reif geworden waren, lehrte Dionysos die Menschen Wein zu keltern.

Und dieser Wein hat bis zum heutigen Tag etwas von der Gemütsart der Tiere, in deren Knochen er geborgen gewesen war. Wenn die Menschen von dem Wein kosten, dann werden sie leicht und fröhlich und tirilieren wie ein Vogel.
Wenn sie mehr davon trinken, dann fühlen sie in ihrem Herzen Kraft, Stärke und Mut so wie ein Löwe.
Doch am Ende, wenn sie des Trinkens nicht mehr satt werden können, dann werden sie dumm und albern und ungebärdig wie ein Esel.
Griechisch

-von claudia Edermayr - http://www.maerchenzauber.com/

----------------------------------------------------------------------------------------------------
Lebe mit der Natur im Einklang Du wirst hören was dir die Naturgeister erzählen und sie im Sonnenlicht tanzen sehen. Ein wunderbares Gefühl wird in Dir wach. http://kraeuterstube.at

Fuchsfrau Offline

Wesen der Natur


Beiträge: 365

22.09.2007 14:26
#3 RE: Märchen des Monats September antworten

Danke!!

 Sprung  
Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor