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 Götter - Alte Kulturen
Sabin die Waldfee Offline

Wesen des Waldes

Beiträge: 2.601

09.02.2005 15:47
Oisis Antworten

Die Iren hatten eine Reihe von Inseln, die sie als Stätten des Glücks ansahen, die von Göttern, Geistern, Kobolden, Elfen und Zwergen bevölkert waren. Dort herrschte ewiger Frühling, Alter und Krankheit waren dort unbekannt.
Es gab zum Beispiel Tir Nan Og, die Insel der Jugend; Tirfo Thuinn, das versunkene Land; Tire Nam Beo, die Insel der Lebenden; Tirn Aill, die andere Welt; Mag Mor, die grosse Ebene; Mag mell, die schöne Ebene; und Tir Tairngire, die Ebene des Glücks.
Manche dieser Inseln trieben auf dem Meer, andere schwebten unter Wasser und tauchten nur alle paar Jahre auf. Wo diese Inseln liegen entzieht sich jedem Wissen und schon manch einer hat sich auf die Suche an ihnen begeben.


Die folgende Geschichte handelt von Oisin, der als einer der wenigen Sterblichen auf die Insel Tir Nan Og, der Insel der Jugend, eingeladen wurde. Hier wird verdeutlicht, welche Freiheiten sowohl die Lebensweise als auch die Entscheidungen betreffend die Frauen hatten. Die Fee Niamh erwählte ihn und nicht er nahm sie sich! Und als er sich entscheidet, sie wieder zu verlassen, hat das für ihn weitreichende Folgen.

Oisin war der Sohn Finns, ein berühmter Krieger und Anführer der Feniers. Eines Tages erschien ihm auf der Jagd eine wunderschöne Frau. Es war Niamh vom goldenen Haar und sie erwählte ihn unter seinen Begleitern als Liebhaber. Auf ihrer Zauberstute begleitete er sie nach Tir Nan Og, dem schönsten Land unter der Sonne. Die prächtigsten Schlösser und Burgen sahen sie auf ihrer Reise. In einer dieser Burgen wurde eine Hofdame der Götterkaste Thuata de Danann gefangen gehalten. Oisin gelang es, den Dämonen der Tiefsee, der sie gefangen hielt, zu bekämpfen und befreite sie.
300 Jahre lang blieb Oisin im Land der ewigen Jugend, bis ihn das Heimweh befiel und er darum bat, seinen Stamm besuchen zu dürfen. Diese Bitte wurde ihm gewährt, allerdings musste er ein Versprechen ablegen: er durfte nie einen Fuss auf irischen Boden setzen. Aus diesem Grund gab Niamh ihm ihre Zauberstute mit.
Als Oisin Irland erreichte, fand er es gänzlich verändert vor. Seinen Vater Finn und auch die Feniers gab es nicht mehr, die grössten Schlachten waren geschlagen und das Land war durch St. Patrick zum Christentum bekehrt worden.
Auf seinem Ritt durch Irland bemerkte er drei Männer, die sich vergeblich bemühten, einen Stein aufzuheben. Als er sich von dem Pferd beugte um ihnen zu helfen, riss der Sattelgurt und Oisin stürzte zu Boden. In diesem Augenblick verschwand die Zauberstute und Oisin verwandelte sich in einen alten, blinden Mann.
Der heilige Patrick fand ihn so und nahm ihn mit zu sich nach Hause. Und so sehr er sich auch bemühte, Oisin zum Christentum zu bekennen, konnte dieser sich nicht vorstellen, wie ein Leben nach dem Tod ohne Finn und seine Feniers, ohne Frauen und Jagd aussehen könnte und er beschloss, dann schon eher in die von Patrick angekündigte Hölle zu gehen, wenn sie denn so aussehen würde, wie Oisin sich das andere Leben immer vorgestellt hatte.

LG Sabin
Quelle http://www.cailin.de/
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Lebe mit der Natur im Einklang Du wirst hören was dir die Naturgeister erzählen und sie im Sonnenlicht tanzen sehen. Ein wunderbares Gefühl wird in Dir wach.
Sabin die Waldfee

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