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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 667 mal aufgerufen
 Schamanismus
Dina Offline

Hüter der Natur


Beiträge: 613

29.01.2006 14:47
Verzagtheit Antworten

Aus meinem "Reisetagebuch" .... 3.1.2000

Eine Bekannte, die immer wieder von einer nicht erklärbaren Verzagtheit überrumpelt wird, hat mir ("Spiegelfunktion") vor Augen geführt, dass es bei mir ähnliche Mechanismen gibt, die ich mit einer Schamanischen Reise ergründen will.

„Woher kommt diese immer wiederkehrende Verzagtheit?“

Dunkel und roh in den Fels gehauen sehe ich einen neuen Gang ganz links vorne. Der Gang glänzt, als ob er feucht wäre. Ich trete in diesen neuen Gang, doch ich spüre keine Feuchtigkeit. Die linke Wand wird von einem Licht aus der Tiefe des Höhlensystems beleuchtet. Es sieht so aus, als ob vor mir in weiter Entfernung Scheinwerfer aufgestellt sind. Die rechte Wand des Ganges liegt mehr im Dunklen.
Ich spüre keinen Boden unter den Füßen, kann nicht feststellen, ob sich der Boden kalt, feucht, spitz oder wie auch immer anfühlt. Ich bewege mich vorwärts und sehe auf dem Gangboden vor mir eine schmale Rille und entlang der Wände eine Art Steig aus dunklen, sehr alten Holzbohlen.
Plötzlich ist die Wölfin rechts neben mir und ich nehme ihre Energie so deutlich wahr, als würde sie im Abstand von ca. 40 cm neben mir „bei Fuß“ gehen. Die Löwin nehme ich auf die gleiche Weise links hinter mir wahr.
Der (bekannte) Lichtraum taucht vor mir auf, wirkt aber irgendwie anders als beim letzten Mal, denn es gibt keine imaginäre Schwelle zu überwinden, ich kann auch an der gegenüberliegenden Wand schwach eine Tür erkennen.
Durch mein Zögern ist die Löwin jetzt auf gleicher Höhe mit der Wölfin und mir.
Als erste springt die Wölfin in den Lichtraum. Doch sie läuft nicht direkt zur gegenüberliegenden Tür. Sie bewegt sich auf einem unsichtbaren Weg durch den Raum. Zuerst nach links, in der Mitte des Lichtraumes dann im scharfen Winkel nach rechts, um sich auf der rechten Seite der Tür niederzusetzen. Dann springt Löwin und durchquert den Raum auf dem gegengleichen Weg. Zuerst nach rechts, um in der Mitte des Raum nach links zu traben. Sie bleibt links von der Tür sitzen.
‚Was soll denn das? Wieso bewegen sich die nicht direkt durch den Raum? Dieses Muster kenne ich! Es hat etwas zu bedeuten!‘ Inzwischen bin ich auf direktem Weg an der Tür angekommen.
Ich öffne sie. Meine Begleiter signalisieren mir, dass sie mich nicht weiter begleiten können, lassen mich aber wissen, dass sie auf mich warten und machen mir so Mut weiter zu gehen.
Ich bin im Inneren eines Turmes, der nicht sehr breit ist. Vor mir führen Stufen in die Tiefe. Es ist eine Holzstiege und sie sieht sehr altersschwach aus, die dann beim Betreten aber sehr sicher ist und überhaupt nicht wackelt.
Ich steige vorsichtig nach unten und obwohl ich kein Fenster sehe, ist der Schacht nicht ganz dunkel. Nach einigen Stufen sehe ich an der linken Seite ein Handlauf, der immer wieder unterbrochen ist. Ich greife danach und er fühlt sich fest und sicher an. Die rechte Wand liegt im Dunkel wie der Gang, während die linke Seite heller erscheint. Ich trau mich nicht in die Tiefe zu schauen, steige aber tapfer Stufe um Stufe weiter in die Tiefe.
Endlich komme ich unten an. Links von der Treppe ist der Schacht etwa 3 m breit und die Treppe im Verhältnis dazu etwa 70 cm breit. Die Treppe endet bei einer offenen Tür.
Ein weiterer Raum, der völlig leer ist, öffnet sich vor mir. An der rechten Wand sind zwei kleine Fenster, die von oben Licht einlassen. So herrscht in diesem Raum rechts Helligkeit, während der linke Bereich im Dunkel liegt. An der gegenüberliegenden Wand ist ganz außen auf der linken Seite eine weitere Türöffnung und gibt den Blick in einen weiteren Raum frei, der dämmrig wirkt.
Dieser Raum öffnet sich nach links, ist ca. 2,2 m hoch und weist eine weitere Türöffnung auf der gegenüberliegenden Seite, wieder ganz links auf. An der rechten Wand sind zwei winzige Fenster, knapp unter der Decke sichtbar. So kann Licht in den Raum einfallen und schafft diese Dämmrigkeit. Ein unten und oben offener Verbau mit Arbeitsfläche und Regalen führt entlag der rechten Wand und über Eck bis ca. 1m vor die Türöffnung. Im Eck sehe ich eine kleine offene Feuerstelle.
Ein Wesen, mit dem Rücken zu mir, macht sich vor der Feuerstelle zu schaffen. Ohne sich umzuwenden, sagt eine alte weibliche Stimme sanft: „Ich habe dich schon erwartet. Sie warten auf dich! Geh nur weiter.“
Ich gehe an dem Wesen vorbei zum nächsten Raum. Hier führen drei Stufen hinunter in einen weiteren Raum, der sich nach rechts öffnet. An der gegenüberliegenden Wand sind wieder zwei kleine Fenster eingelassen, diesmal in natürlicher Höhe. Durch diese fällt Licht in den Raum und erhellt ihn schwach.
Eine Art spöttisch, hämisches Gelächter empfängt mich. Nicht klar erkennbare Wesen verursachen das Gelächter. Die Wesen sind als kleine Kobolde, Gnome wahrnehmbar. Sie sind gestaltlos, schemenhaft und relativ, bis sehr klein.
„Was soll denn das? Lasst das blöde Lachen!“ Rufe ich zornig in den Raum hinunter. „Ich bin nicht hierher gekommen, um mir das blöde Gelächter anzuhören. Ich will wissen, woher meine Verzagtheit kommt!“
Während ich so lospoltere, verstummt das Gelächter und der Raum ist leer.

„Du hast Angst ausgelacht zu werden.“ ... Die Stimme kommt von einem Wesen, das schemenhaft im rechten hinteren Raum wahrnehmbar ist.
Ich denke über die Worte nach und damit sind diese schemenhaften kleinen Wesen wieder im Raum mit ihrem spöttischen, hämischen und verletzenden Gelächter.
‚Wer oder warum soll jemand über mich lachen?‘ Mit diesem Gedanken verschwinden Gelächter und Wesen.
Meine Erinnerung an Situationen, in denen ich eine unbewusste Angst davor hatte ausgelacht zu werden, lässt diese Wesen mit ihrem Gelächter wieder aufleben.
Ein gedachtes, „was soll denn das“ oder auch nur „seid still“ und es ist wieder Stille und Ruhe.
Ich überlege: ‚Heißt das, diese Wesen existieren nur in meiner Phantasie?‘
„Ja! Schenke ihnen keine Macht über dich und kein Ohr! Es sind eingebildete, imaginäre Wesen!“
Ich bedanke mich und frage, ob ich wiederkommen darf.
„Du wirst nicht mehr wieder kommen.“
Ich gehe ohne Rückholsignal zurück. Den ganzen langen Weg nach oben.
Vor der Tür zum Lichtraum warten meine Begleiter und treten an meine Seiten, die Löwin links und die Wölfin rechts. Sie gehen mit mir bis zum Verlies zurück. Dort bedanke ich mich bei ihnen und bei der Anderswelt und bin augenblicklich wieder in der Realität.

Am nächsten Morgen fällt mir das Symbol wieder ein, das die Tiere in dem Lichtraum gezeichnet haben... und damit bin ich wieder im Geschehen. Noch einmal erlebe ich die Situation mit den Kobolden und höre die Stimme des Wesens ganz deutlich. Doch jetzt muss ich in Gedanken widersprechen.
‚Was, wenn die Angst davor, ausgelacht zu werden, doch einen realen Hintergrund hat.’
Plötzlich bin ich in der Situation des blinden Eskimomädchens und erlebe, wie ich wegen meiner Behinderung von den anderen Kindern ausgelacht werde. Ich bewege mich unsicher im Lager, sehe die Hindernisse nicht und stoße immer wieder dagegen... werde von den Erwachsenen für meine Ungeschicklichkeit immer wieder ausgeschimpft und höre in meinem Rücken das deutlich das Gelächter der anderen Kinder. Deutlich und schmerzlich fühle ich mein ausgestoßen sein.... und gleichzeitig macht sich das Verlassenheitsgefühl breit in meinem Inneren.
Unvermittelt bricht der Kontakt ab.

Jetzt überdenke ich das eben Erlebte und überlege.
Hat das alles "damals" seinen Anfang genommen und habe ich das in all meinen Leben nicht begriffen? Zeigen mir die Erlebnisse in der Anderswelt, wie das Bewältigen der Vergangenheit auch in der Anderswelt vor sich gehen kann?
Diese „uralten“ in den tiefsten Schichten verborgenen „Kobolde“.

„Du sagst doch immer Die Kobolde der Vergangenheit.“ Das ist wieder die sanfte Stimme von der Alten.

Ich denke über die Worte nach.
‚Können diese Kobolde wirklich so alt sein? Hindern mich wirklich diese alten Muster daran, meinen Weg zu finden? Ist das Erkennen in der Anderswelt so etwas wie eine Schamanische Heilung? ... Und wenn es etwas ganz anderes bedeutet?’
„Diese Vergangenheit ist immer da. Doch sie hat heute keine Macht über dich, wenn du es nicht zulässt!“
‚Ich muss mir also nur bewusst machen, dass ich der Vergangenheit keine Macht über mein Leben einräumen darf? Tragen wir die Vergangenheit tatsächlich so lange mit uns herum bis wir sie als das sehen können, was sie ist? Eine Erinnerung an die Vergangenheit!’
Klick!
‚Wie war die Lehre des Wasser?’
„Du kannst dich bis zum Grund aufwühlen lassen und dann ruhig weiter fließen!“

Ich nenne den Raum in der Tiefe und die Ursache für meine Verzagtheit den Raum der Imagination und bemühe mich in der nächsten Zeit, das ungute Gefühl, das mich immer wieder vor irgendwelchen Situationen überkommt, als das zu sehen was es ist. Aufarbeitung der Vergangenheit.

10. November 03
Möglich, dass diese Reise eine Art Seelenrückholung in eigener Sache war, denn die Verzagtheit habe ich seither weitestgehend überwunden.

LG Dina

Sabin die Waldfee Offline

Wesen des Waldes

Beiträge: 2.601

29.01.2006 16:33
#2 RE: Verzagtheit Antworten

Danke liebe DIna!

Für Deine erzählung dieser Reise.
Man sagt Ja die Schatten der Vergangenheit holen uns doch ab und an ein.
Jedoch kann man in Ihnen manch verborgenes Erkennen durch neue Sichtweisen und Erkenntnisse

Auch ich ertapp mich in letzter Zeit öfters dabei das cih vergangenes wieder aufleen lasse in meinen Gedanken
und Reisen und dadurch wieder neues Wissen in mir entdecke das ich davor nicht erkennen konnte.

BUssi auf die Kobolde in der Vergangenheit die uns manches erkennen lassen.
LG Sabin

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Lebe mit der Natur im Einklang Du wirst hören was dir die Naturgeister erzählen und sie im Sonnenlicht tanzen sehen. Ein wunderbares Gefühl wird in Dir wach.
Sabin die Waldfee

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