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 Kräuterwiese
Cúron Offline

Mondsichel


Beiträge: 827

12.01.2005 22:11
Eisenhut - Aconitum napellus antworten

Der Eisenhut – Aconitum napellus
Auch bekannt als Sturmhut, Fuchswurzel, Mönchskappe, Ziegentod, Wolfstod. Aconitum kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie Kapuze, Napellus bedeutet Rübe und bezieht sich auf die rübenartige Form der Wurzel. Die giftigste Pflanze Europas und schon wenige Gramm können tödlich wirken. Vor allem im Altertum war sein Gift beliebt, um Pfeil- oder Speerspitzen und Schwerter zu vergiften. Der Beiname Wolfstod kommt wohl daher, dass die Germanen vermutlich Lammfleisch mit Eisenhut vergifteten und dieses als Köder für Wölfe auslegten. Im Laufe der Jahrhunderte wurden auch viele Verbrecher mit Eisenhut hingerichtet. Immer wieder wurde der Eisenhut mit Magie und Zauberei in Verbindung gebracht, war er auch Bestandteil der Hexen(Flug)Salben und daher auch oft genug in den privaten Hausgärten verboten. In der griechischen Mythologie tropfte der Speichel des Höllenhundes Cerberus beim Kampf gegen Herkules auf eine Pflanze und diese wurde dann in den Eisenhut verwandelt. Eine andere Legende besagt, dass der Eisenhut dem Blut des Prometheus entwachsen war, das vom Felsen tropfte, als der Adler seine Leber fraß. Auch der christliche Glaube kennt den Eisenhut, als Satan aus dem Himmel vertrieben wurde, versteckte er sich unter einer Eisenhutstaude. Erzengel Gabriel fand ihn jedoch und durchschoss die Pflanze so lange mit Blitzen, bis Satan die Flucht ergriff. Eisenhut ist ein Saturnkraut, man kann ihn benutzen, um magische Angriffe abzuwehren. Er wirkt bannend und ist daher auch gut für Schutzzauber geeignet, für jede Art von Schutzritualen und Schutzräucherungen. Eisenhut war nach einer Legende dabei behilflich, in Eidechsenhaut gewickelt unsichtbar zu machen und wehrte auch Vampire und Werwölfe ab. Eisenhut wurde auch lange Zeit „Witwenstaub“ genannt, da Damen in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg, die es nicht erwarten konnten, ihren Gatten unter der Erde zu sehen, dabei etwas nachgeholfen haben, indem sie pulverisierte Eisenhutwurzel auf das Bettlaken streuten. Der Giftstoff Aconit wurde auch über die Haut aufgenommen und im Laufe der Zeit wurden die Ehemänner immer siecher und verstarben. Die sich über viele Wochen ziehende langsame Vergiftung wurde oft nicht als Giftmord erkannt und die Witwen kamen ungeschoren davon.


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