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 Gedichte und Geschichten
Sitara Offline

Hüter des Waldes


Beiträge: 234

28.03.2007 17:41
Der Weg... Antworten

Dunkelheit. Der Mond schimmert bleich durch die Wolkenfetzen
taucht den Wald in ein seltsam, magisches Licht.
Ein Raunen, welches von den Bäumen, den Wind selbst zu stammen scheint
führt mich immer tiefer in den Wald hinein.

Vorbei an unheimlichen Schatten, die zwischen den Bäumen lauern,
seltsamen Geräuschen, welche mir Angst machen,
Gerüche so kalt und modrig, das einem das Atmen schwer fällt
immer tiefer in den Wald zu der Stimme, die mich ruft.

Da, eine Lichtung, nein ein Hügel, welcher sich dem Sternenhimmel entgegen reckt.
Auf seiner Spitze steht eine Gestalt, welche die Hand zum Gruße hebt.
Der Wind trägt mir seine warme Stimme herüber
und so steige ich den Hügel hinauf um ihn zu treffen.

Nicht leicht ist der Pfad dort hinauf.
Rutschige Erde, lose Steine werfen mich immer um Meter zurück,
Erdlöcher, lassen mich straucheln
und dichtes Gestrüpp verlangsamt mein vorran kommen,

Doch nun ist alles geschafft, ich habe den Hügel erklommen.
Alle Mühen und die Schrammen beim Aufstieg haben sich gelohnt
denn nun stehe ich ihm gegenüber.
Ihn, der mich zu sich gerufen hat.

Ein blauer, weiter Umhang
so dunkelblau wie der Nachthimmel selbst
leicht schimmernd, als würden in ihm die Sterne selbst funkeln
umgibt seinen Körper.

Leicht weht dieser im Wind, welcher uns warm umspielt
raschelt leise,flüstert seltsame Worte
welche ich nicht verstehe noch wirklich höre
aber dennoch irgendwie fühle.

Langsam näher ich mich dieser Gestalt
welche einladend die Arme öffnet
mich an diesem Ort willkommen heißt
und mit warmer Stimme meinen Namen sagt.

Vor ihm stehend, erblicke ich seine Augen
grau, so leuchtend grau wie das edelste Metall
so unergründlich tief, wie kein See auf dieser Erde
so unendlich weise, wie es kein Sterblicher je sein wird.

Sein langes, graues Haar, gleicht fließendem Silber
umspielt sein lächelndes, freundliches Gesicht
ein Lächeln, welches einem allen Kummer fort weht
ein lächeln, welches das Herz erwärmt

Sanft legen sich seine Arme um mich
halten mich fest, schenken mir Geborgenheit.
Sein dunkler Umhang umhüllt uns beide
und Friede und Ruhe erfasst mein Herz.

Leise flüstert seine Warme Stimme in mein Ohr
und fließt direkt in meine Seele
entflammt dort ein neues Feuer
welches mich erwärmt und mir neue Kraft schenkt.

Dieser Ort bin ich, der Weg dorthin ist nicht leicht
doch habe ich einen Freund, welcher die verschlungen Pfade kennt
und mich auf meinen Weg dorthin begleitet
den Ort an dem ich bin und sein kann.

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"Du musst die Veränderung sein,die du in der Welt zu sehen wünschst"
Gandhi

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