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 Schamanismus
otterchen ( Gast )
Beiträge:

19.03.2005 19:36
Was wir von Katzen lernen können Antworten

Paul Leyhausens Berichte über die Verhaltensweisen von Katzen zeigen uns welche hoch entwickelten Verfahren die Katzen anwenden, um Aggressionen zu begrenzen. Diese Methoden sind dem Menschen in der heutigen Wirtschaftswachstumsgesellschaft abhanden gekommen.

Eine einzelne Hauskatze teilt ihr Territorium in zwei Bereiche. Jenem Raum, in dem sie lebt, das kann sich um das Haus, ein Zimmer oder einen bereich in einem Zimmer handeln und dann noch jenen Raum ausserhalb ihres Heimes ersten Ranges, also die restlichen Räume, Keller, Dachboden, Garten, Strasse, Wiese, Wald …Bereiche die sie in einer kurzen Zeit erreichen und überblicke kann. In diesem äusseren Bereich finden Tätigkeiten wie Jagd, Werbung, Wettstreit oder Kampf statt. All diese Örtlichkeiten umfasst ein genau abgestimmtes Netz von Pfaden, die diese Plätze miteinander verbinden und gewöhnlich auch täglich benutzt werden. Das Netzwerk der Hauskatze und das der benachbarten Katzen überschneiden sich, und das immer in bestimmten Mustern.

Katzen heben ein Gespür für Erdstrahlen und auch sonnige Plätze sind sehr beliebt. Diese Lieblingsplätze sind meisst auch die Lieblingsplätze der benachbarten Katzen. Eine bestimmte Zeit lang arbeiten die Katzen einen bestimmten Zeitplan aus, besonders im Winter. Wenn sich eine Katze dem Sonnenplatz nähert, während die andere Katze noch dort ist, setzt sie sich hin und fängt an ihr Gesicht zu putzen – eine Ersatzhandlung, wie beim Mensch mit der Hand Haare zurückstreichen oder Nase reiben – Keine dieser Handlungen ist wirklich nötig, wird aber automatisch ausgeführt, wenn man sich einer Person nähert und die Beziehung unsicher ist.

Katzen regeln ihre Umgebung mit visuellem Kontakt. Wenn die Katze, die in der Sonne sitzt, die andere kommen sieht, so macht sie sich bereit gnädig fortzugehen. An wichtigen Stellen wie dem Sonnenplatz kommt die dominantere Katze nicht automatisch an die Reihe, an solchen Plätzen muss jede Katze warten, bis sie an der Reihe ist.

Zur Dämmerstunde kann man oft den Inbegriff des Katzenspazierganges beobachten – ganz ähnlich wie dem „Paseo“ der Menschen auf den spanischen Dorfplätzen, bevor es Autos gab. Katen kommen zu einem gemeinsamen Treffpunkt, sitzen nicht weit voneinander entfernt . Wie bei einem ungezwungenen Treffen (z.B. Kirchtag) werfen sich die Katzen Blicke zu, man lächelt Freunden zu oder weist jemanden zurecht (durch kleines Zischen oder Knurren) Wie bei den Menschen ist das einzig „Bedrohliche“ das Imponiergehabe eines Katers, der gerade aus Spass herumstolziert. Die sozialen Versammlungen können Stunden dauern, vor Mitternacht kehren die Katzen jedoch zu ihren Schlafplätzen zurück. Während dieser Treffen sind alle auf dem gleichen Niveau, auch wenn sich bestimmte Katzen zu anderer Zeit jagen oder bekämpfen.

Solche Momente in genügender Anzahl sind dem Menschen in der Gegenwart abhanden gekommen.

In Anlehnung an das Buch „Heilige Erde, heiliger Sex“ von Dolores LaChapelle


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Du kannst mir keine Angst machen, ich habe Kinder !

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