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 Bruder Baum - Schwester Kraut
Sabin die Waldfee Offline

Wesen des Waldes

Beiträge: 2.601

10.01.2005 21:49
Nichtmythologische zauberabwehrende Pflanzen: Antworten


Johanniskraut  eines der wichtigsten Kräuter gegen alles Böse und Dämonische; Besonders zauberkräftig ist das Johanniskraut, wenn es zu Johannis gesammelt wird. Jäger bestreichen den Lauf ihrer Gewehre mit der Pflanze und erhalten dadurch Treffsicherheit. Ein Johanniskrautkranz auf Dach, Stalltür oder dem eigenen Kopf war Schutz vor Teufeln und Dämonen, aber auch Blitz und Feuer. Dem beschrieenen Vieh soll man Hartheu ins Futter geben. In vielen Gegenden war man überzeugt, dass das Johanniskraut ein Mittel gegen Donner und Blitz ist.
Als Blitzschutz hängte man Johanniskrautzweige unter das Dach. Man erzählt sich, dass einst ein fürchterliches Gewitter tobte. Da hörte man aus den Wolken eine Stimme rufen: "Ist denn keine einzige Frau, die das weiß von Hartenau!" Daraufhin hat ein altes, erfahrenes Kräuterweiblein das Kraut geholt und sofort ist das Unwetter gewichen.
In vielen Gegenden war man seit jeher überzeugt, dass es als Donner- und Blitzkraut ein probates Mittel ist. Als Blitzschutz hängte man Hartheuzweige unter das Dach - im Anhalt sagte man folgenden Volksspruch: "Hartenau und Dill, macht's Gewitter still."
Besonders zauberkräftig ist das Johanniskraut an seinem Namenstag. Man steckt es in die Winkel der Scheuer oder zwischen die Garben als Abwehrmittel gegen Ratten.
"Dost, Harthaw und Wegscheydt (Wegwarte) thun dem Teuffel vil leidt."
So steht es wörtlich in Bocks Kräuterbuch.
Besonders berühmt ist das Sonnwendkraut im Volksglauben wegen seiner antidämonischen Kraft. Als Blutkraut ist es dem Teufel, den bösen Geistern und allen Mächten der Finsternis über alle Maßen zuwider.
Baldrian  antidämonisches Rauchopfer, zur Hexenerkennung (damit sind immer die bösen Hexen gemeint!)  Schlaflosigkeit, Nervosität
Königskerze  antidämonisch, Weihbüschel  Husten
Kümmel  vertreibt leider auch die guten Geister; gegen Behexung und Zauberei  Husten, Blähungen
Fenchel  gegen Bezauberung  Husten, Blähungen
Quendel  gegen teuflische Nachstellungen  Husten
Alant  gegen Albkrankheit, antidämonisch  Husten
Dost  antidämonisch, gegen den Teufel, Schutz vor Hexen  Husten
Brennessel  Räucherung gegen böse Geister, wächst an Orten mit hoher Erdstrahlung  entwässernd, blutbildend
Salbei  antidämonisch, Sympathiezauber, Liebeszauber  Halsentzündungen, bei starkem Schwitzen im Klimakterium
Beifuß  Wetterzauber, gegen Behexung, gegen bösen Zauber  fördert Verdauung, "Gänsegewürz", blutbildend
Tausendgüldenkraut  wie viele andere rotblühende Pflanzen gilt das Tausendgüldenkraut als dämonen- und hexenwidrig  fördert Verdauung, blähungswidrig, gegen nervöse Erschöpfung, blutbildend
Bärlauch  wegen seiner 9 Häute wurde der Bärlauch auch gegen allerlei Gegenzauber benutzt. Amulette wurden gegen Gespenster und Dämonen getragen  blutdrucksenkend, verdauungsfördernd, lipidsenkend
Knoblauch  gegen neidische Geister und den bösen Blick  blutdrucksenkend, verdauungsfördernd, lipidsenkend
Raute  vertreibt den Satanas und sein Hexengefolge, dass ihnen das Wiederkommen vergeht; auch in Volkssagen begegnen wir immer wieder der Raute als Rettung vor dem Teufel. So rief einmal der Teufel bei Lörrach im Badischen einer Frau, die an einem Sonntag statt in die Kirche zum Jäten aufs Feld ging und zufällig einen Rautenzweig angesteckt hatte, zu: "I wott, es wär nit selli Rute, i wott dir au krute." (Ich wollte, es wäre nicht diese Rute, dann wollte ich dich schon krauten =jäten.)
Arnika  Schutz der Felder vor dem Bilwis (ein bösartiger Korndämon, der besonders um die Zeit der Sommersonnwende durch das Korn geht oder reitet und Getreidehalme umlegt oder abschneidet), Hagel
Pfingstrose  ihre Samenkörner haben zauberische Wirksamkeit gegen Alp und Schrätel, man soll sie in die Kinderwiege stecken und an einer Schnur aufgereiht den kleinen Kindern um den Hals hängen, um damit das "schreckhafte" Auffahren im Schlaf zu verhindern und beim Zahnen zu helfen.
Bärlapp  Abwehr von Druden und Hexen, giftig, geschützt!
Dornensträucher, der Hag  Schon seit Alters her gelten die Dornensträucher im Volksaberglauben als besonders antidämonisch. Wie die um menschliche Siedlungen angelegte Dornenhecke einen Schutz darstellt, so sollen sich die Dornen gleichermaßen unerwünschten Eindringlingen aus dem "Reich des Bösen" abwehrend entgegenstrecken; Hag-Pflanzen: z. B. Heckenrose, Kreuzdorn, Schlehe, Stachelbeere, Weißdorn.

LG Sabin

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Lebe mit der Natur im Einklang Du wirst hören was dir die Naturgeister erzählen und sie im Sonnenlicht tanzen sehen. Ein wunderbares Gefühl wird in Dir wach.
Sabin die Waldfee

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